Juni 2006
Monthly Archive
Fr 30 Jun 2006
Zum ersten Mal hat Michael Ringier den neu geschaffenen Ringier Photo Award überreicht. Erhalten hat ihn der rumänische Fotograf Horia Calaceanu für sein Bild einer verzweifelten Frau, welche vor ihrem vom Hochwasser zerstörten Haus im Timis-Distrikt steht.
Mit dem Ringier Photo Award wird das beste in einer Riniger Publikation erschienene Bild des vergangenen Jahres geehrt. Sämtliche der eingesandten Bilder wurden von einer 15-köpfigen Jury bewertet. Aus jedem der sieben teilnehmenden Länder waren zwei Jurymitglieder vertreten, die jeweils für die Bilder aus dem eigenen Land in den Ausstand traten. Als 15. Jurymitglied amtete Thomas Seelig, Sammlungskurator des Fotomuseums Winterthur.
Alle eingesandten Bilder gibt es zu sehen unter
Ringier Photo Award
Bild: © Horia Calaceanu - Zum Vergrössern anklicken
Do 29 Jun 2006
Vor wenigen Tagen hat Jean-François Leroy das Programm des diesjährigen Festivals Visa pour l’image vorgestellt. Zum 18. Mal treffen sich in Perginan (F) Fotografen, Agenturen und Medien. Gezeigt wird auch dieses Jahr ein Einblick in den Photojournalismus, neue aktuelle Arbeiten. Und 2005/2006 war wie schon einige Jahre zuvor primär geprägt von Katastrophen, Krieg, Armut und Leid. So werden auch dieses Jahr viele Bilder aus diesen Bereichen zu sehen sein. Doch leider scheint momentan Quantität vor Qualität zu stehen, wie man Leroy’s Kommentar im Editorial des Festvialprogrammes entnehmen kann:
One more comment. We can no longer refer to it as a fashion or trend; there were so many reports sent in this year which were nothing more than a series of posed shots showing people clutching the portrait of a loved one now dead – victims of the tsunami, of Chernobyl, famine or war – we could have done an entire festival with the same type of report. How boring! Do we really need to point out that the sum total of individual stories can never – or so rarely – tell a full story. And when a trend becomes a system, then we really have the ultimate form of boredom!
Man kann sich demnach nur wünschen, dass einerseits die Fotografen wieder mehr Mut zu einem eigenen Stil aufbringen und andererseits die Verleger ihnen die dafür nötige Zeit und finanzielle Unterstützung bieten. Man bedenke auch, dass ein qualitativ gutes, einzigartiges Bild der einzige Weg der Printmedien ist, sich vom allgegenwärtigen Fernsehbild abzuheben, sich zu unterscheiden und so dem Leser etwas Neues zu bieten. Denn wer will die Fernsehbilder vom Vorabend am Morgen in der S-Bahn erneut vorgesetzt bekommen?
Sich selbst ein Bild machen kann man am
Festival „Visa pour l’image“
Perpignan - Frankreich
2. bis 17. September 2006
http://www.visapourlimage.com/
Bild: http://www.3declic.com/
Mo 26 Jun 2006
Die Schweizer Illustrierte (SI) aus dem Hause Ringier bringt uns unsere Schweizer Promis ganz nahe. So können wir nach Martina Hingis greifen, DJ Bobo ist uns auch ganz nahe, Bundesrat Moritz Leuenberger eigentlich auch. Und der Uhrenkönig Nicolas Hayek sowieso.
So war es eigentlich geplant. Mit witzigen Plakaten greift Riniger nach den Promis und wirbt grossflächig für die Nähe zu den Stars ihrer Schweizer Illustrierten. Eine gute Idee, witzig umgesetzt. Doch schon bei Bundesrat Moritz Leuenberger kommt das Konzept zum ersten Mal ins Stocken. Leuenberger wäre einverstanden gewesen, doch das UVEK wollte nicht mitspielen, hat bei Ringier interveniert. Das Plakat durfte nicht weiter gezeigt werden. (Weiterlesen…)
Fr 23 Jun 2006
Was haben Windsurfen, vermisste Katzen, verlassene Räume und die Jugend aus dem Muotathal gemeinsam? Sie alle waren Sujets, die es an der Diplomausstellung der F+F Schule in Zürich zu entdecken gibt. Noch bis am 2. Juli 2006 sind in den Räumlichkeiten an der Flurstrasse die Abschlussarbeiten aus den Bereichen Fotografie, bildende Kunst und Grafik anzuschauen. (Weiterlesen…)
Do 22 Jun 2006
22 Juni bis 24 September 2006
Ausstellung im Musée Elysée
Di 20 Jun 2006
Alle 5 Jahre findet das Eidgenössische Musikfest statt. An dieser 32. Ausgabe messen sich vom 16. bis am 25. Juni in Luzern über 23′000 Musikanten, sowohl in Marschmusik-Formationen auf der Strasse als auch auf diversen Bühnen. Für den Online-Dienst SWISSINFO habe ich diesen Anlass letztes Wochenende fotografisch begleitet.
Zu sehen unter
http://www.swissinfo.org/ger/multimedia/index.html
Fr 16 Jun 2006
Auch Getty Images entdeckt die künstlerische Spielerei mit Bildern für sich. Getty hat fünf Künstlern eine Plattform geboten, zu zehn Themen rund um das fotografische Bild Werke zu kreieren. So hat die Künstlergruppe Less Rain Arbeiten zu den Themen Farbe und Wahrheit kreiert. (Weiterlesen…)
Fr 16 Jun 2006
44 Mal hat am Donnerstagabend in der Basler Voltaghalle der Hammer zugeschlagen. Versteigert wurden an der Soirée Shot nicht etwa ein Warhol, Mondrian oder Richter. Diese findet man noch bis Sonntag an der ART zu kaufen. Stattdessen gab es hochwertige Werke aus der zeitgenössischen Fotografie zu kaufen. Unter den Künstlern waren sowohl ausländische wie auch Schweizer Fotografen vertreten, etwa ein Fabrice Coffrini, ein Andri Pol oder das Bild von Gilbert and George von Tom Haller. (Weiterlesen…)
Di 13 Jun 2006
Seit heute Abend ist Basel einmal mehr zu der Kunst-Stadt mutiert. In der Messehalle hat die ART | 37 | Basel ihre Türen geöffnet. Noch bis am 18. Juni findet dieses Eldorado der Internationalen Kunstwelt statt und bietet einen interessanten Einblick in den Kunstmarkt. Rund 300 Galerien aus aller Welt präsentieren die Werke ihrer Künstler, von der klassischen Malerei über Skulpturen bis zu Videokunstwerken. Mich hat vor allem interessiert, wie stark die Fotografie im Kunstmarkt vertreten ist und fast noch wichtiger, welche Fotografen gezeigt werden und welche Art von Bilder es zu kaufen gibt. (Weiterlesen…)
Di 13 Jun 2006
Vor einigen Jahren entdeckte ich für mich im Guggenheimmuseum in New York den Videokünstler Bill Viola. Mit aufwändigen Inszenierungen bringt er religiöse und gesellschaftskritische Themen auf die Leinwand und ins Museum. Schon bei Viola fasziniert mich der Aufwand um ein bis ins kleinste Detail geplantes Werk zu erschaffen. Ganz ähnlich ist es mir bei den Werken von Gergory Crewdson ergangen. Auch er plant schon früh seine Werke bis ins kleinste Detail. In der zwischen 2003 und 2005 entstandenen Serie Beneath the Roses geht Crewdson soweit, dass er ganze Strassenzüge absperren lässt, riesige Lichtaufbauten erstellen lässt um seine Bilder zu kreieren. (Weiterlesen…)
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