Do 31 Aug 2006
Cairo, die Stadt am Nil. 17 Millionen Menschen drängen sich durch die engen Strassen, leben teils in ehemaligen Gräbern, arbeiten in kleinen Werkstätten, beten. Die Schweizer Fotografin Maurice K. Grünig präsentiert am MAZ in Luzern nun ein Einblick in diese Welt. Weit ab von der Touristenromantik präsentiert sie ihre Sicht auf diese Stadt.
Wer vom Nil trinkt wird immer wieder dorthin zurückkehren.
- Ägyptisches Sprichwort
Cairo, eine Stadt mit 17 Millionen Menschen. Auf den Strassen hupende Taxis, erbarmungslose Eselkarren. Ein Blechstrom in dem der Fussgänger keine Chance hat. Man wird mitgezogen, mitgeschuppst, am Ärmel gepackt. Cairo ist laut, stickig. Eine Stadt die man hasst oder liebt. Ein vielleicht-einwenig gibt es nicht.
Maurice K. Grünig hat es liebe gelernt. Die 1964 in Biel geborene Fotografin reiste mit einem Stipendium der Pro Helvetia 1995 zum ersten Mal für sechs Monate an die Stadt am Nil. Dort unterrichtete sie an der Faculty of Applied Art während dreier Monate die Fotoabschlussklasse.
Während der tagtäglichen Wanderungen durch diese Stadt und weitere Besuche in den nächsten Jahren sind Bilder entstanden, die Cairo auf ihre ganz eigene Weise porträtieren.
Das Bistro von neben an, ein Junge auf dem Schulweg in der Toten Stadt, einem Stadtteil in welchem die Bewohner in alten Grabbauten wohnen. Die verschwommene Strassenszene, weil sich die Blende durch die Hitze nicht mehr richtig schliesst. Oder die filigranen Holzschnitzmuster in einer benachbarten Moschee. Zwischen den grossen meist schwarzweiss Prints hängen immer wieder auch kleinere Farbfotos, die wie farbige Tupfer weitere Aspekte dieser Stadt aufdecken.
Die Ausstellung CAIRO ist noch bis am 30. November im Medienausbildungszentrum MAZ in Luzern zu sehen. Jeweils von Montag bis Freitag, 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
MAZ - Die Schweizer Journalistenschule
Murbacherstrasse 3
6003 Luzern
Fotogalerie mit Bildern der Vernissage
Bilder
Alain Nicolas Lavanchy
