Getty Images (GTY) und Corbis, welche zusammen rund 60% des Bildermarktes kontrollieren, machen vermehrt Jagd auf unrechtmässig verwendete Bilder. Dabei soll vor allem ein neues Bewusstsein geschaffen werden, dass für die Benutzung von Bildern eine Gebühr zu bezahlen ist, wie David Weiskopf von Corbis gegenüber The Guardian erklärt.

Es trifft vor allem viele Betreiber von kleineren Websiten. Oft haben diese Firmen ihren Internetauftritt bei selbstständigen Webdesignern oder kleineren Designbüros erstellen lassen. Bevor dank iStockphoto , Fotolia und ähnlichen Seiten Bilder günstig erworben werden konnten, wurden diese häufig von den grossen Agenturen oder anderen Websites gestohlen. Viele Inhaber von Seiten mit gestohlenem Inhalt haben nun eine saftige Rechnung erhalten.

Mit der raschen Entwicklung des Internet und dem einfachen Vertriebsweg von digitalen Bildern hat sich der Missbrauch wesentlich vereinfacht, das Auffinden genau dieser illegal verwendeten Dateien ist dagegen umso komplizierter.

Während einzelne Fotografen nur wenige Möglichkeiten haben, ihre gestohlenen Bilder systematisch zu suchen, verwenden die grossen Agenturen digitale Wasserzeichen, wie sie etwa Digimarc anbietet. Dabei wird das digitale Bild, Musikstück oder der Filmausschnitt so verändert, dass die Urheberschaft jederzeit nachweisbar ist, der Betrachter jedoch keine Veränderungen sieht, bzw. hört. Das Suchprogramm MarcSpider durchforstet anschliessend das Web und gleicht die gefunden Bilder mit den Verkaufsbelegen der Agenturen ab.

Wurde ein Bild nicht rechtmässig verwendet, kommt der Brief vom Notar. Dabei fordern Getty und Corbis das doppelte bis dreifache Honorar ein, zusätzlich der administrativen Kosten. Auch wenn viele der betroffenen Bildnutzer das Vorgehen der Agenturen kritisieren, doch ein angemessener Preis.

Quelle
Gefunden auf Editorial Photographers UK
A picture paints a thousand invoices, The Guardian, 01.02.2007
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