Mo 2 Apr 2007
Zweimal im Jahr weht durch die Seiten des Schweizer Modemagazins Bolero eine herbe, männliche Duftnote. Dann sind die Uhren im Heft etwas klobiger, die Farben weniger feminin. Das aktuelle Bolero Men kommt diesmal in Gold und Orange daher. Der in die Leere blickende Hugh Grant auf der Titelseite hätte allerdings auch gut in eine Frauenausgabe des Heftes gepasst.
Auf der Interviewcouch sitzt neben ihm eine ramponierte Schaufensterpuppe, die Farbe splittert schon ab. Kein Wunder schaut Hugh Grant so skeptisch in die Kamera. Oder nervt er sich über den Lead, den man ihm einfach über seine linke Körperhälfte hinüber gedruckt hat? Doch dann müsste der Game-Designer Tetsuya Mizuguchi erst recht mürrisch dreinblicken. Beim ihm steht gleich der ganze Artikel im Foto. Ganz praktisch, so bringt man mehr Themen auf kleinem Platz unter.
Eine Erkenntnis des Heftes, sei an dieser Stelle doch verraten: die Schweizer sind nach einer Skisprung-, Segel- nun eine Trendnation. Doch, doch, diesmal sind sie es wirklich. Google ist in Zürich am Forschen, ein von Schweizern Ingenieuren entwickeltes Fahrzeug hat mit einem Liter Benzin sage und schreibe 5348 Kilometer zurückgelegt. Hoffentlich wird jetzt das in die Bilder hineinschreiben nicht auch noch zum Trend.
Umso mehr machen dafür die Bilder desselbigen Artikel Freude. Claude Stahel hat sieben Menschen, die Trends setzen, porträtiert. Die Fotos zeigen dabei mehr als nur die Person, schaffe einen Raum für eigene Gedanken, fast wie ein Buch bei dem man die Geschichte vor eigenen Augen sieht.
Wer selber Geschichten spannen will, mehr über den Faulpelz Hugh Grant wissen möchte oder einfach nur Modetipps sucht, für den gibt es Bolero Men am Kiosk oder zu bestellen auf www.boleroweb.ch
Chefredaktion: Sithara Atasoy
Art Director: Kurt Schwerzmann
Bildredaktion: Cara Aenne Aerne
Layout: Kurt Schwerzmann, Othmar Rothenfluh
Bilder
Oben: Christian Ammann
Unten: ICON / SwissPress
