Int. Fotografie


Christina AngusSie haben Ideen, verpassen einem Produkt ein Image, machen uns zu Käufern: die Kreativen der Werbebranche. Steht die Idee einer Werbekampagne erst einmal fest, wird sie von Grafikern, Webdesignern, Regisseuren, Kameraleuten und den Fotografen umgesetzt. Die Bildagentur Corbis hat nun den Spiess wieder einmal umgedreht. Zusammen mit der Zeitschrift Creative Review wurde zum zweiten Mal der Wettbewerb Creatives behind the lens durchgeführt. (Weiterlesen…)

Joe RosenthalFür viele Amerikaner ist es das visuelle Symbol des Zweiten Weltkrieges schlechthin - das Foto von sechs Soldaten, die eine im Wind flatternde amerikanische Flagge auf einer Bergkuppe in den Boden rammen. Der Fotograf Joe Rosenthal machte die Aufnahme am 23. Februar 1945 auf dem Suribachi, der höchsten Erhebung der Insel Iwo Jima. Im Alter von 94 Jahren ist Rosenthal vergangenen Sonntag gestorben. (Weiterlesen…)

Marine crawls to rescue, 1967 - Photo by Cathrine LeroyCatherine Leroy, welche als die einzige über den Vietnamkrieg berichtende Fotografin legendär wurde, ist Anfang Juli 2006 im Alter von 60 Jahren gestorben. Robert Pledge, Direktor von Contact Press Images ehrte die französische Fotografin anlässlich des Rencontres d’Arles Foto Festivals und bezeichnete Leroy als ‘mystische Figur’. (Weiterlesen…)

Harlem, New York, 1934 - Bild von Pierre VergerDer Mann ist gut gekleidet, trägt einen schicken Hut, und unter dem Mantel ein Halstuch. Er steht mitten in Harlem, verschwommen sind im Hintergrund die mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshäuser zu sehen. Sein starrer Blick in eine Leere hinein verrät aber auch, dass der schwarze Mann hier nicht wirklich zuhause ist.

Eingefangen hat dieser Blick der  Fotograf, Journalist und Ethnologe Pierre Verger. Wie kein anderer Fotograf hat Verger die wechselseitigen kulturellen Beziehungen und den kontinuierlichen Wissenstransfer zwischen Europa, Afrika und den beiden Amerikas im 20. Jahrhundert untersucht. Nach Berlin ist sein Werk nun auch im Basler „Brasilea“ zu entdecken. (Weiterlesen…)

Heinrich Heidersberger ist totLetzten Freitag ist der deutsche Fotograf Heinrich Heidersberger, fünf Wochen nach seinem 100. Geburtstag verstorben. Der in Ingoldstadt geborene Heidersberger dokumentierte den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg. Im Mittelpunkt seines rund 75000 Bilder und Negative umfassenden Werkes standen Industrie- und Architekturaufnahmen, hauptsächlich aus der Umgebung Wolfsburg, wo er seit 1961 lebte. Seine Aufnahme des Kraftwerkes der Volkswagen AG von 1971 ist unter anderem im New Yorker Museum of Modern Art zu sehen. (Weiterlesen…)

Hildegard Knef, fotografiert von F.C. GundlachRomy Schneider, Simone Signoret & Yves Montand, Birgit Laresen, Dieter Borsche und Hildegard Knef. Franz Christian Gundlach hatte sie alle vor der Kamera. Die grossen Stars der 1950er und 1960er Jahre liessen sich von ihm fotografieren. Dabei sind es nicht die immer gleichen Posen, die man bei Fotos von Stars sieht. Seine Modelle gaben ihm die Zeit, die Gundlach brauchte um seine Bildkompositionen zu erstellen. So setzt er Hildegard Knef in einen grossen Stuhl mit filigranem Rückteil. Die Sängerin, die Arme auf Brusthöhe verschränkt, wird zur absoluten Diva.

Der Doyen der deutschen Fotografie und Gründungsdirektor der Hamburger Deichtorhallen, der sich selbst immer nur F.C. Gundlach nennt, feiert heute seinen achtzigsten Geburtstag. Und er kann auf ein erfülltes und erfolgreiches Leben zurück blicken. (Weiterlesen…)

KindsbrautSie ist ein Mädchen wie jedes andere auch. Spielt keck mit der Fotografin, verbirgt sich mit den Händen das Gesicht und lacht so herzlich und ehrlich, wie nur Kinder lachen können. Roshan Qasem ist elf Jahre alt und lebt in Afghanistan. Neben ihr der 55 jährige Said Mohammed. Er der ruhige ältere Mann, ihm ist die Anwesenheit der Kamera nicht ganz geheuer. Eigentlich ein schönes Bild aus einer afghanischen Familie, das uns Stephanie Sinclair da präsentiert. Wäre da nicht die Tatsache, dass Roshan die Ehefrau von Said ist. (Weiterlesen…)

World Press Photo 2006Was die WM oder eine Olympiade für den Sport ist, das ist der World Press Photo Award für den Bildjournalismus. Jedes Jahr wählt eine Jury aus tausenden von Einsendungen das beste Pressebild des vergangenen Jahres aus. Zusätzlich werden Preise in diversen Kategorien vergeben. Doch was am Schluss hängen bleibt und häufig zu einer Fotoikone wird, ist diese eine Bild. (Weiterlesen…)

Photography NowWas verbindet die Fotografie mit dem Fussball? Und was passiert wenn man Jürgen Teller und Cindy Sherman gemeinsam in ein Studio steckt? Das zeigt die soeben erschienene neue Ausgabe von Photography Now. Photography Now ist ein vierteljährlich erscheinendes Magazin welches sich der Fotografie und Videokunst verschrieben hat. Fast noch bekannter als das Magazin ist der Newsletter welcher regelmässig über aktuelle Foto-Ausstellungen informiert. In der aktuellen Ausgabe  findet man unter anderem ein Interview mit Urs Stahel, Gründungsdirektor des Fotomuseum Winterthur, ein Bericht über die Dia-Projektion Sky Arena von Marie-Jo Lafontaine. (Weiterlesen…)

Jean-Francois LeroyVor wenigen Tagen hat Jean-François Leroy das Programm des diesjährigen Festivals Visa pour l’image vorgestellt. Zum 18. Mal treffen sich in Perginan (F) Fotografen, Agenturen und Medien. Gezeigt wird auch dieses Jahr ein Einblick in den Photojournalismus, neue aktuelle Arbeiten. Und 2005/2006 war wie schon einige Jahre zuvor primär geprägt von Katastrophen, Krieg, Armut und Leid. So werden auch dieses Jahr viele Bilder aus diesen Bereichen zu sehen sein. Doch leider scheint momentan Quantität vor Qualität zu stehen, wie man Leroy’s Kommentar im Editorial des Festvialprogrammes entnehmen kann:

One more comment. We can no longer refer to it as a fashion or trend; there were so many reports sent in this year which were nothing more than a series of posed shots showing people clutching the portrait of a loved one now dead – victims of the tsunami, of Chernobyl, famine or war – we could have done an entire festival with the same type of report. How boring! Do we really need to point out that the sum total of individual stories can never – or so rarely – tell a full story. And when a trend becomes a system, then we really have the ultimate form of boredom! 

Man kann sich demnach nur wünschen, dass einerseits die Fotografen wieder mehr Mut zu einem eigenen Stil aufbringen und andererseits die Verleger ihnen die dafür nötige Zeit und finanzielle Unterstützung bieten. Man bedenke auch, dass ein qualitativ gutes, einzigartiges Bild der einzige Weg der Printmedien ist, sich vom allgegenwärtigen Fernsehbild abzuheben, sich zu unterscheiden und so dem Leser etwas Neues zu bieten. Denn wer will die Fernsehbilder vom Vorabend am Morgen in der S-Bahn erneut vorgesetzt bekommen?

Sich selbst ein Bild machen kann man am

Festival „Visa pour l’image“
Perpignan - Frankreich
2. bis 17. September 2006
http://www.visapourlimage.com/

Bild: http://www.3declic.com/

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